Name: 6. Etappe MV
Gesamtstrecke: 14.59 km (9.1 Meile/n)
Gesamtzeit: 10:56:44
Zeit in Bewegung: 7:09:34
Durchschnittliche Geschwindigkeit in Bewegung: 2.04 km/h (1.3 Meile/h)
Maximale Geschwindigkeit: 5.86 km/h (3.6 Meile/h)
Maximale Höhe: 2704 m (8872 Fuß)
Minimale Höhe: 1256 m (4120 Fuß)
Höhenunterschied: 3311 m (10864 Fuß)
Maximales Gefälle: 65 %
Minimales Gefälle: -80 %
Aufgezeichnet: 9.8.2014 05:29

Übernachtung: Karwendelhaus, € 11.00 + € 9.00 für ein Lunchpaket
Befinden am Morgen um 5.00 Uhr: Jetzt aufstehen und das Ganze ohne Gewitter schaffen
Chaches unterwegs: keine (Zeit)

Das Wetter ist etwas auf dieser Tour, was mir am meisten zu schaffen macht. Nur ganz wenige Tage habe ohne Gewitter oder Regen geendet. An diesem Tag sollen uns am Nachmittag ebensolche schon wieder erreichen.
So machte ich den sehr populären Vorschlag, um 5.00 Uhr Tagwacht zu machen und um 5.30 loszulaufen. Die Begeisterung hielt sich schwer in Grenzen. Schliesslich standen aber am Morgen etwa 10 Personen bereit und machten sich via die Lawinenverbauung hinter der Karwendelhütte hoch zur Birkkarhütte. Es war ein sehr beschwerlicher Pfad über eine Steinwüste hinauf und ein ebensolcher wieder herunter.
Der Aufstieg bot allerdings etliche Sehenswürdigkeiten. Eines war ein wunderschönes Alpenglühen aufgrund der aufgehenden Sonne. Ein anderes sind viele Gämse, welche uns ganz verwundert anschauten. Ein weiteres war das (noch) perfekte Wetter.
So erreichten wir die Birkkarhütte bei strahlender Sonne und super Ausblick. Es stellte sich nun die Frage, ob jemand auf die Birkkarspitze hoch gehen will. Auch mich reizte der Gedanke sehr, aber das angekündigte Unwetter und die (noch sehr) weit entfernten Wolken ermahnten uns zur Weiterreise. Denn, wer möchte schon bei Regen den Abstieg mit über 1400 Höhenmeter bewältigen.
Nach zwei Drittel des Abstiegs gab es tatsächlich schon die ersten Regentropfen. Aber diese trockneten auf den Steinen gerade wieder ein und der Abstieg ging vorerst ohne Regen weiter. Jedoch ca. 200 Höhenmeter vor den Zwischenziel, um sich zu stärken, entleerte sich der Himmel ein erstes Mal.
Mit Pellerine bewaffnet erreichte ich die Kastenalm, wo es mein neues Lieblingsgetränk Johannisbeerschohrle und eine schwarzen Kaffee gab (habe beides nicht gleichzeitig bestellt).
Draussen hörte es auch wieder auf zu regnen und die Sonne blinzelte. Dies tat sie aber ohne Überzeugung. So startete ich zum letzte 2.5 h Abschnitt, in der Hoffnung nun trocken durchzukommen. Diese Hoffnung starb ziemlich schnell. Ich lief somit über 2 h im grössten Regen zur Halleranger Alm hoch.
Das Einzelzimmer welches ich dort gebucht hatte, war ganz hübsch eingerichtet. Das tat als Entschädigung gerade gut. Der sogenannte Trockenraum für die nassen Kleider war jedoch eher eine Nasszelle.
Die Schuhe stopfte ich mit Zeitungspapier aus und die Kleider hängte ich vor dem zu Bett gehen an einen Stewi draussen auf der Wiese. Seit 19.00 Uhr hatte es auch nicht mehr geregnet und später zeigten sich zudem die Sterne. Ein trocknender Wind blies ebenfalls ganz leicht. Am Morgen waren die Kleider fast trocken. Die Schuhe waren nicht mehr nass, sonder nur noch feucht.
In der Halleranger Alm gönnte ich mir neben einem panierten Schnitzel einen Kaiserschmarren – man will ja auch etwas für die Kultur tun. Zudem erfreuten sich alle Anwesenden einer Lifemusik mit Akkordeon, Kontrabassgitarre und Zitter. Die Darbietung war absolut hörenswert, aber etwas nach 20.00 Uhr musste ich wegen Müdigkeit ins Bett.
Über alles gesehen war dies bis jetzt der ereignisreichste, spannenste, anstrengenste, aber auch schönste Tag der Wanderung. Und dies trotz des zwischenzeitlich Sch….wetters.

Meine Top-3-Bilder des Tages:

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hoepsi

Von hoepsi

Ein Gedanke zu “6. Etappe Karwendelhaus – Halleranger Alm”
  1. Die Schilderung vom Hallerangerhaus kommt mir noch sehr bekannt vor. Essen top, Trockenraum flop. 😉
    Bei mir regnete es schon vor der Biwakschachtel oben beim Schlauchkar. Und dies nicht zu knapp.
    Guati Wiiterreis!

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